sahen nicht gut aus - der Hund bewegte sich die ganze Zeit nicht und die Besitzerin schaute die ganze Zeit traurig zu ihrem Hund runter.

Irgendwann fragte ich dann so: "Der Hund ist aber auch schon älter, oder?" Sie guckte mich an und antwortete: "Ja, sie ist gerade 11 geworden." Ich fragte dann weiter: "Was hat sie denn?" Die Antwort war: "Mit der Gebärmutter..." Ich dann so weiter gefragt: "Ach, dann wird sie jetzt operiert?" Daraufhin guckte mich die Besitzerin an und mir kamen sofort die Tränen. Nein, sagte sie, Sissy wird jetzt eingeschläfert. Ich konnte das nicht fassen, mir liefen die Tränen und ich musste mich erstmal beruhigen. Ich fragte sie dann weiter: "Wieso, weshalb wird sie jetzt eingeschläfert?"Sie meinte dann, dass sie sich diese OP nicht leisten könne. Ich dann so:" Was ist mit Ratenzahlung????" Ich war völlig schockiert und konnte das alles nicht fassen. Nur weil sich jemand so eine OP nicht leisten kann, muss ein Tier eingeschläfert werden, welches mit OP noch ein paar gute Jahre haben könnte?! Da kam auch schon der Arzt um die Ecke und bat die Beiden rein, mir liefen wieder die Tränen und der Arzt kam auf mich zu und wollte mit mir sprechen, ich konnte erstmal nicht antworten und musste mich wieder kurz sammeln. Er fragte mich, wem wir alles helfen, ich dann: "Eigentlich jedem der wirklich Hilfe braucht." Da erzählte er mir die Geschichte von Sissy. Sissy schleppte sich schon 2 Wochen mit dieser Geschichte rum und baute immer mehr ab und heute sollte der Tag ihres Todes sein. Die Besitzerin hat mit Müh und Not das Geld für das Einschläfern zusammen bekommen. Ich fragte ihn weiter, was denn mit einer Ratenzahlung wäre, woraufhin er meinte, dass sie nur 10 Euro im Monat abzahlen könnte und das mache er nicht, das wäre zu wenig. Kann ich auch verstehen.

Ich verstand die Welt nicht mehr, ich fragte ihn, wie es denn Sissy sonst so geht und ob sie noch ein paar schöne Jahre hätte, wenn man sie operieren würde. Er sagte: "Ja, hätte sie, da die restlichen Organe wie Herz und Lunge noch völlig ok sind." Ich meinte dann so, dass wir nen Spendenaufruf auf unserer Homepage starten könnten und das Geld dann überweisen würden. Ich sagte ihm, dass ich jetzt mal schnell telefonieren würde und frage, welche Möglichkeiten bestehen und um wieviel Geld es sich handeln würde.Er meinte, 250 Euro müssten gespendet werden und den Rest übernähme er dann. Ich rannte raus und rief unsere Vorsitzende Anke Jüngling an,ich erklärte ihr alles, doch leider war diese Summe für den Verein in dem Moment nicht möglich, ich solle doch mal Sabine Gode anrufen und sie fragen, ob sie 200 Euro spenden würde und die 50 Euro würden dann vom Verein kommen. Ich legte einfach auf, ohne Tschüß zu sagen und rief Sabine an - Mailbox,ich war völlig verzweifelt, da die Zeit ja auch drängte,ich rief nochmal an. ENDLICH! Ich erklärte Sabine alles und Sabine sagte zu. Ich war so froh,das kann sich keiner vorstellen. Ich rannte rein und überbrachte die frohe Botschaft.

Die Besitzerin konnte das nicht fassen und brach in Tränen aus, genauso wie ich. Sissy wurde sofort in Narkose gelegt und in den OP-Raum gebracht. Ich besprach noch kurz ein paar Dinge mit dem Arzt und fragte dann,ob ich schnell 1, 2 Fotos von Sissy machen könne, ich will nen kleinen Bericht für unsere Homepage machen. Ich machte die Tür auf und da lag das kleine Häufchen Elend, das war bei ihr schon so schlimm,das sie noch nicht mal mehr die Kraft hatte zu laufen. Ich machte 2 Bilder, streichelte ihr über den Kopf und wünschte ihr alles Gute und dass sie es schaffen würde. Danach holte ich Naida rein, kurze Kontrolle,Tabletten und bat den Arzt, mich nach der OP anzurufen. Ich fragte ihn wie lange es dauern würde, er meinte so 2 Stunden etwa. Ich fuhr wieder nach Hause und wartete also ungeduldig auf den Anruf. Es war kurz vor 18 Uhr und ich wurde immer nervöser, also rief ich an. Der Arzt hatte schon den Hörer in der Hand und war dabei meine Nummer zu wählen, ich war schneller. :-)
Er sagte das alles gut sei, die Gebärmutter sei draußen, was höchste Zeit wurde und kein Eiter ausgetreten sei und die restlichen Organe
ringsum seien auch ok. Es geht ihr gut und er bringe sie jetzt nach Hause. Ich war so froh und so erleichtert. Er hat ihr noch einen Body gespendet, damit Sissy nicht an der Wunde leckt. In der darauffolgenden Woche rief ich wieder bei meinem Arzt an und fragte, wie es Sissy denn geht, er meinte, die ersten 3 Tage waren etwas kritisch, sie hing am Tropf und ist nicht gelaufen und gefressen hatte sie auch nichts, aber jetzt geht es, sie braucht den Tropf nicht mehr, sie frisst und läuft auch schon wieder munter durch die Wohnung. Ich war froh!
Ende gut, alles gut.

Ich danke nochmals meinem Verein und natürlich vor allem Sabine Gode für die schnelle Zusage und Rettung der kleinen Sissy! Auch die
Besitzerin bedankt sich und Sissy sowieso :-) TAUSEND DANK - IHR SEID GROSSARTIG!!!!!!

Im nachhinein habe ich öfter nochmal an Sissy gedacht-was das für ein Glück für die Kleene war. Wäre ich am Montag gefahren oder am Sonnabend, so wie ich es eigentlich vorhatte, dann würde Sissy jetzt nicht mehr leben...
Ich wünsche Sissy noch viele wunderschöne Jahre.

Eileen